Nach dem Nicht-Windows Systeme in der Vergangenheit sich oft mit älteren Flash-Versionen oder freien Varianten, die einen Grundumfang umfassten, begnügen mussten, stehen die Anzeichen nun besser denn je. Adobe, dass sich nach dem Kauf von Macromedia auch Flash eingeheimst hatte, hat sich nun dafür entschieden, die Flash-Formate SWF und FLV/F4V offenzulegen und in eine neue offene Projektgruppe einzubringen. Mit einem faulen Kompromiss mit Einschränkungen muss man nicht rechnen, es sollen alle Restriktionen aufgehoben werden. Damit zeigt sich einmal mehr, dass offene Formate eine größere Zielgruppe und höhere Akzeptanz als Motivationsgrund anführen können.
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Erlebnisse aus der Welt der IT
Datenflut
Nach vierwöchiger Computer-Abstinenz, die sich allerdings auf meine Systeme Zuhause beschränkte, stand heute das Revival an. Vier Wochen hinterlassen eine Menge Nachholbedarf, auch in Sachen Updates. Als erstes forderte die Norton Internet Security eine erneute Bestätigung für die Aktivierung, was angesichts dem gleichzeitig stattfindenden Abruf der Mails, die sich auf 800 beliefen, keine gute Idee schien. Allgemein dauert es bei Outlook bis auf wenige Ausnahmen immer relativ lange, bis selbst kleine Mengen von Mails heruntergeladen sind, vielleicht existiert hier ein Workaround? Glücklicherweise liegt meine gesamte Musikbibliothek auf diesem System, deshalb fand sich während der zögerlichen Vorgangs genügend Kurzweil 😉
Auch die restlichen Updates für die Internet Security Suite beliefen sich zeitlich auf rund 2 Minuten, wobei die Datenrate zugebenermaßen nicht die höchste war. Zu guter letzt erhielt Firefox noch sein nötiges Update, sodass nun die wichtigsten Dinge wieder auf dem aktuellsten Stand sind und 4 Wochen erfolgreich aufgeholt wurden 🙂
15 Jahre WWW: Herzlichen Glückwunsch!
Es ist kaum zu glauben, aber das World Wide Web wird 15 Jahre alt. Was heute selbstverständlich ist und wirkt, als sei es schon immer da gewesen, hat sich in einem Zeitfenster entwickelt, das viele andere Erfindungen vor Neid erblassen lassen würde. Mit dem Erfolg kamen auch die negativen Folgen zum Vorschein, dennoch treibt das World Wide Web überwiegend positive Punkte an.
Mein persönlicher Raubzug im World Wide Web begann recht spät im Jahre 2001, damals noch mit einem gewöhnlichen 56k Modem, schon ein Jahr später stand der Umstieg auf DSL an. An die ersten Entdeckungszüge kann ich mich noch genau erinnern, damals war jeder Schritt etwas ganz besonderes. Heute gleicht das ganze einer gewohnten Routine – keine Sucht, aber ohne geht es auch nicht. Die (fast) tägliche Dosis an neuem „Webstoff“ darf nicht fehlen. Rückblickend habe ich dem World Wide Web vieles zu verdanken, in vielen Bereichen hat es mich und auch meine Persönlichkeit aktiv mitgestaltet. Mit keinem anderen Medium wäre ich in dieser Zeit mit einer derartigen Informationsmenge in Kontakt gekommen. Wie bei vielen Dingen muss man sich das Thema erst zu Eigen machen, kann dann aber aus dem vollen schöpfen. Dem entstandenen Schöpfungstopf einen Dank auszusprechen, gebührt es an dieser Stelle also mehr als außerordentlich. Danke für 15 Jahre World Wide Web!
MySQL bleibt weiterhin frei
Das die Übernahme von MySQL AB durch Sun eine gute Entscheidung für die Open Source Community war hat sich neulich bestätigt. Jonathan Schwarz, CEO von Sun, hat auf Anfrage klargestellt, das alle Veröffentlichungen von Sun unter einer Open Source Lizenz stehen. Zuvor hatte Marten Mickos, früher CEO bei MySQL AB und nun Teil von Suns Management ein neues Geschäftsmodell ins Spiel gebracht, das einige zusätzliche Komponenten von MySQL 6 nur noch proprietär verfügbar machen sollte.
Schon vor der Übernahme von MySQL AB durch Sun war eine verstärkte Trennung der Community-Version und der Enterprise-Version geplant gewesen. Welchen Weg die freie Version nun geht, wird sich mit MySQL 6 zeigen.
Traumhafte Bandbreiten
Windows XP Service Pack 3 ist da
Zumindest auf den Servern von Microsoft ist das Service Pack 3 für Windows XP schon vorhanden, in Kürze dürfte es auch offiziell erscheinen. Damit erhält Windows XP sein letztes großes Service Pack. Das Service Pack 3 enthält keine großen Überraschungen, sondern behebt überwiegend vorhandene Lücken. Eins muss Windows XP man lassen: in den ganzen Jahren ist es zu einem sehr stabilen Betriebssystem gereift.
Da Windows XP mit SP2 auf meinem Computer ohne größere Macken werkelt hoffe ich, durch das Service Pack 3 nicht allzuviel Konflikte mit ins Boot zu holen. Sicherheitshalber habe ich schonmal einen Tag reserviert, das Thema Service Pack hat bislang schon oft für Überraschungen gesorgt 😉
Zählerstände online melden
Heute habe ich zum ersten Mal die Zählerstände für Strom und Wasser unseren Stadtwerken online mitgeteilt. Die bereits ausgefüllte Karte in den nächsten Briefkasten zu werfen wäre zwar auch kein Ding gewesen, aber online geht das doch noch einen Schritt komfortabler – und die Neugier war ebenfalls vorhanden 😉 Einen kleinen Vorteil hat die Übermittlung per Internet dennoch, denn sie ermöglicht eine Quasi-Kontrolle der eingegebene Werte, indem sie diese mit einem erwarteten Rahmen abgleicht. So geschehen auch heute, trotzdem schien kein Fehler vorzuliegen. Hätte ich nur die Werte für die letzte Abrechnung parat gehabt.. 😉
Ein bisschen Platz muss sein..
..den nahm ich gestern in Augenschein. Nachdem eine E-Mail mit einem nicht alltäglichen Anhang von etwas mehr als 10 MB nicht versendet werden konnte fiel mir auf, dass ich das standardmäßige Limit beim letzten Serverumzug nicht überschrieben hatte. Zwei kleine zusätzliche Zeilen in der Mailserver-Konfiguration sorgen nun für großzügig bemessene Grenzen.
message_size_limit = 262144000
mailbox_size_limit = 104857600000
Die erste Angabe legt die maximale Größe einer E-Mail fest (250 MB), die zweite die maximale Größe einer Maildatei (100 GB). Zwar werden beide Angaben kaum annähernd ausgereizt werden, aber dafür ist in Zukunft keine Änderung mehr nötig 😉
Yahoo verzögert E-Mails
Einen eigenen Mailserver zu betreiben erfordert bei manchem Gegenpart einiges an Geduld, so geschehen neulich wieder bei Yahoo. Beim gelegentlichen Senden von E-Mails an eine bei Yahoo gelagerte Adresse schien es zu massiven Verzögerungen zu kommen. Der lokale Mailserver funktionierte jedoch einwandfrei (übrigens ein Vorteil, um den Fehler auf eigenes Fehlverschulden oder auf den Gegenpart einzugrenzen ;-)), doch es half ein Blick auf die Logfiles.
status=deferred (host b.mx.mail.yahoo.com[xx.xxx.xx.xxx] said: 451 Message temporarily deferred
Yahoo verzögert also die Mailannahme aus gewissen Gründen, eine Google Suche brachte zumindest einige Anhaltspunkte zum Vorschein. Ich bin definitiv nicht der einzige, der mit diesem Problem zu kämpfen hat, Yahoo hat wohl eher eine kleine Whitelist denn eine Blacklist 😉
Wertschätzung in der digitalen Welt
Die digitale Welt wird in den nächsten Jahren einen noch viel größeren Teil für sich beanspruchen, als sie es derzeit schon tut. Längst haben auch die öffentlichen Anstalten erkannt, dass sich dieses Medium zunehmend zum Konsumtopf der Jugend mausert, auch viele ältere sind der digitalen Welt nicht ganz abgeneigt, wenn sie auch eher am Rande Kontakt mit ihnen herstellen.
Der digitale Musikbereich eignet sich als Paradebeispiel für die laufende Digitalisierung. Es ist kein Walkman mehr, den heute Jugendliche bei sich tragen, sondern ein MP3-Player, rand gefüllt mit digitaler Musik. Soviel Auswahl, so viele Möglichkeiten um an neue Musik zu gelangen gab es noch nie. Und diese Möglichkeiten werden auch rege genutzt, viel haben bedeutet mitunter auch den eigenen Status hervorzuheben.
Dabei wird eins deutlich: ein einzelnes digitales Element erhält kaum mehr die Bedeutung, die es in klassischen Zeiten gehabt hätte. Betrachtet man eine MP3-Datei auf der Festplatte, so ist sie eine von vielen, lediglich ein Fragment voll Nuller und Einsen. Auch die ganzen zusätzlichen Möglichkeiten, beispielsweise eine Onlineausgabe einer klassischen Zeitung, ermöglichen neue Möglichkeiten zum Archivieren. Die damit entstehende Datenflut trägt dann leidtragend dazu bei, dass dem einzelnen Objekt gar keine größere Bedeutung mehr zugetragen werden kann.
So schön die neue digitale Welt also auch sein mag, sollte man sie eher als zusätzliche Möglichkeit denn als ganzen Ersatz sehen. Dann kehrt auch die Freude an einzelnen Dingen zurück.