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T-Online in neuem Design

Nach gefühlten drei Jahren (wenn ich mich da recht erinnere) war es heute soweit: T-Online.de erstrahlt wieder einmal in neuem Design. Dabei finde ich die Wahl durchaus gelungen, es wirkt dezent aber gleichzeitig modern. Bei den übrigen Nutzern scheint das neue Design teilweise nicht so gut anzukommen. Mal schauen, ob sich im Laufe der „Beta Phase“ noch etwas ändern wird.
In gut einem Monat werden wir uns dann an neue Bezeichnungen gewöhnen müssen. T-Home und T-Mobile werden kurz zu „T“. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht sind bis dahin auch Bündelangebote aus Festnetz und Mobilfunk erhältlich? Wir dürfen gespannt sein.

T-Online.de (März 2010)

Aus Triple Play wird Quadruple Play

Andere Länder geben uns schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was uns in der nächsten Zeit bevorsteht. Zu den heutigen möglichen Triple Play Paketen, die eine Vereinigung von IPTV, Telefonie und Internetzugang darstellen, wird sich zusätzlich noch der Mobilfunk dazugesellen. Ging der Trend vor Anfang des derzeitigen Jahrtausends erst in die Aufspaltung der einzelnen Bereiche, so steht nun die versöhnliche Neuverzahnung an. Wer hätte das zu Zeiten gedacht, in denen beispielsweise Vodafone in Erwägung zog, seine Festnetztochter Arcor vollständig zu verkaufen oder die Telekom ihre auf vier Säulen (Festnetz, Internet, Mobilfunk, Geschäftskunden) basierende Struktur aufzubauen? Derartige Umstrukurierungen waren damals sicherlich längerfristiger, aber im heutigen Markt ist Flexibilität einer der wichtigsten Punkte überhaupt.
Künftig dürfen wir uns demnach über noch vollere Pakete freuen, wenn auch eine Gefahr nicht abzuweisen ist, wie die c’t schon vor einigen Monaten bemerkte: wenn alles über eine Leitung läuft, ist diese auch der Schwachpunkt. Fällt sie aus, sind alle Dienste nicht mehr nutzbar. Aber über den Mobilfunkzusatz wäre auch eine Backupzugang  denkbar.
Bis erste Quadruple Play Pakete auftauchen, dürften noch einige Monate vergehen. Bis dahin wird Vodafone seine Festnetztochter Arcor weitgehend integriert haben und die Telekom die Bündelung von T-Home und T-Mobile vorantreiben.

Auf dem Weg zur neuen Telekom

Der seit Obermanns Antritt beschwungene Weg zur neuen Telekom nimmt mit den letzten Newsmeldungen allmählich Form an. In Zeiten wachsenden Konkurrenzdrucks und sinkender Kundenzahlen erscheint es logisch, dass das einstige schwerfällige staatliche Unternehmen neue Richtungen einschlagen muss.
Auf der einen Seite beinhaltet dieser Umschwung auch den anhaltenden Stellenab- und umbau, wie neuerlich in Form der Call Center und des Technikbereichs von T-Home in der Sparte Breitband/Festnetz bekannt wurde. Dennoch wird sich die Telekom aufgrund ihres im Vergleich mit den Wettbewerbern höheren Preisniveaus auch – und in Zukunft noch verstärkter – im Bereich des Service messen lassen müssen, um den Kundenabschwung zu dämpfen.
Auf der anderen Seite muss auch das Netz für die Zukunft gerüstet werden. Die derzeitigen Kupferkabel werden derzeit zwar den meisten Anforderungen noch gerecht, die Grenzen sind aber schon länger sichtbar. Deshalb plant die Telekom – angepeilt ist derzeit eine Umsetzung bis 2014 – einen massiven Netzumbau, der die Glasfaser noch näher an den Kunden bringen soll und im Gegenzug mit höheren Bandbreiten winkt. Die künftige Infrastruktur wird sich also deutlich von der derzeitigen unterscheiden, davon wird auch das Telefonnetz betroffen sein. Viele Mitbewerber sind bereits auf das Next Generation Network genannte Telefonnetz der Zukunft umgestiegen und auch die Telekom wird dies nicht mehr lange aufschieben.
Von der neuen Telekom zu sprechen, dürfte mit diesen Vorhaben nicht zu hoch gegriffen sein.

Festnetz immer noch eine Burg der Deutschen

Einer Statistik zufolge sind die Deutschen mitunter die Festnetztreusten Telekommunikationsnutzer in der EU. In einem Ländervergleich landet hier Deutschland mit einer Quote von 89% der Festnetznutzer  auf Platz 23 von 26. In anderen Ländern wie Tschechien (36%), Finnland (39%) oder Litauen (47%) hat das Handy als Festnetzersatz schon eine deutlich größere Akzeptanz erreicht.
Insofern überrascht das nicht, da sich im deutschen Telekommunikationsmarkt in den letzten Jahren verstärkt Paketangebote etabliert haben, die meist einen klassischen Festnetz-, Voice over IP- oder NGN-Anschluss beinhalten. Zudem sind doch einige noch sehr spektisch gegenüber den Handystrahlen, was auch einige Kommentare deutscher Nutzer zu dieser Mitteilung darlegen.
Größtenteils haben es also die Anbieter von Paketangeboten in der Handy, ihre Pakete mit passenden Handyoptionen aufzuwerten. Gerade Vodafone mit der nun vollständigen Teilhabe an Arcor dürfte in Zukunft bessere Angebote bieten können, ebenso die künftig auf Verbindung setzende Telekom.