Achtung, Phishing!

Heute tauchte eine Meldung über eine neue Phishing Welle auf Postbank Onlinebanking Kunden in diversen Newsportalen auf (heise.de Meldung). Eine entsprechende Mail war mir schon gestern zugegangen. Doch neben dem Fakt, dass es bei Banken durchweg keine Benachrichtigung bei neuen Onlineauszügen gibt, bot auch die Formatierung der Mail genügend Anlass, um den meisten Nutzern hoffentlich die nötige Skepsis in die Augen zu treiben. Die Mail ist bei mir insgesamt 9 Mal eingegangen, dafür wurden zwei unterschiedliche und von mir in der Praxis nicht mehr eingesetzte E-Mail Adressen gewählt, die möglicherweise über meine Webseiten aufgeschnappt wurden.

Postbank Phishing - Keine Chance!
Postbank Phishing – Keine Chance!

Gnome 3 – ein erster Eindruck

Die Vorurteile über Gnome 3 waren  im Vorfeld ziemlich groß und gingen von der Unbedienbarkeit bis hin zu den sehr eingeschränkten Einstellmöglichkeiten. Diese Dinge haben mich so sehr abgeschreckt, dass ich Gnome 3 erst in Version 3.4 den Augenmerk gegeben habe. KDE 4 schien mir bis dato die deutlich bessere Umgebung zu sein, aber würde sich das in einem Testlauf so bewahrheiten? Auch KDE 4 ist nicht fehlerfrei, es hadert hin und wieder an der ein oder anderen Ecke, dafür stehen gefühlt tausend Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung, um die Umgebung bis ins kleinste Detail den Vorlieben anzupassen – wenn man denn die Zeit und den Elan dazu hat. In der Praxis sieht das meist anders aus. Klar, die ein oder andere Option schätzt man durchaus, aber selbst ich wandere nicht durch jedes Optionsmenü. Im praktischen Einsatz zählt dann vielmehr, die Alltagsdinge möglichst intuitiv erledigen zu können. Und da springt Gnome 3 ein.
Nach der Installation von Gnome 3 unter Kubuntu (nicht unbedingt ein Widerspruch :-D) hatte ich erst einmal die Gnome Shell vergessen, deren Paket nicht automatisch mit dem Meta-Paket ausgewählt wurde. So musste ich mich nach dem ersten Start von Gnome wieder zu KDE raushangeln, um sie erst noch nach zu installieren. Der erste Start – mit Gnome Shell – sah dann vielversprechend aus. Zwar sind die Konzepte durchweg anders, aber wenn man etwas herumspielt und im Internet stöbert, ist der Anfang schnell gemacht. Neben Gnome 3 habe ich auch gleich Evolution und Empathy eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil: das ganze wirkt ziemlich konsistent und übersichtlich. Diesen Gesamteindruck hatte ich durchweg bei der Nutzung von Gnome 3. Bzw. habe ich noch, dieser Blogeintrag entsteht momentan unter Gnome 3 – natürlich per Firefox 😉 Die fehlenden Einstellmöglichkeiten fallen zwar durchaus auf, aber fallen nur bedingt ins Gewicht. Ich kann zwar nicht abschätzen, inwiefern sich dies in der Alltagsnutzung niederschlagen würde, aber während des kurzen Testlaufs empfand ich die Schlichtheit eher als Vor- denn als Nachteil.
Das erste Fazit fällt ein wenig überraschend aus. Gnome 3 hat deutlich mehr Potential, als ich dieser Umgebung im Vorfeld zugestanden hätte. KDE 4 kann mehr, ist Windows-ähnlicher, aber auch komplexer. Gnome 3 hat sein eigenes Konzept und dieses wirkt erfreulich frisch. Noch blieb es bei einem kurzen Test, aber eine Fortsetzung ist sicher. Ob Gnome 3 oder KDE 4: in der momentanen Lage kann ich mir eine dauerhafte Nutzung von Linux auf dem Desktop immer besser vorstellen. Windows 8, zieh Dich warm an, diesmal könnte es ernst werden!

Die Tücken der SMS-to-Voice Funktion

Gestern staunte ich nicht schlecht, als ich eine SMS telefonisch vorgelesen bekam. Wohlgemerkt auf dem Festnetz-Anschluss, da hatte wohl ein Kollege die SMS unbedacht an die Festnetznummer gesendet. Nach dem ersten Vortrag der SMS waren folgende Textfetzen zu interpretieren (so hab ich sie jedenfalls verstanden):

Aus Kino morgen wird nix. 17 At pro Person für Eintritt. Ist N doppel. Bat manda dark nicht! Bat manda dark nicht! 20.30 Uhr oder so.

Mit etwas Intuition lassen sich damit die Stichwörter Kino, 17 Euro, Batman und 20.30 Uhr herausfischen. Amüsanterweise bleibt aber die Frage nach dem mysteriösen „N doppel“ unbeantwortet 😀

Yella Entwicklung wieder aufgenommen

„Alle Versionen wieder kommt die Pausenzeit“ – das könnte man so ohne Zweifel unterschreiben. Nachdem die letzte Yella Version schon gefühlte Jahre alt ist, habe ich heute mit der Entwicklung der nächsten Version begonnen. Das Schöne ist, dass ein solches Hobbyprojekt immer dann da ist, wenn Bedarf danach besteht. Nach dem Beziehungsende vergangene Woche ist das eine tolle Möglichkeit, um etwas abzuschalten. Das Leben muss weitergehen – und die Entwicklung darf das ruhig auch. Die erste Änderung ist bereits in die Versionsverwaltung eingecheckt und auch eine der Tabellen wurde prompt mit einem Optimize zerschossen.

Zerschossene Tabelle
Zerschossene Tabelle

Glücklicherweise konnte ich diese kurzerhand per phpMyAdmin wieder von der produktiven Version in die Entwicklungsversion duplizieren. Bis zur endgültigen neuen Version gibt es noch viel zu tun, aber gerade bei einem Hobbyprojekt gilt: it’s done when it’s done – the most important thing is that it’s fun! 🙂

Auf den Spuren des guten Weines

Der gestrige Tag galt der Weinprobe. Enrico aka Rigoraner und ich probierten uns durch einige Varianten und sind sogar auf einen sehr süßen, aber durchaus guten deutschen Rotwein gestoßen. Der ganze Abend gestaltete sich sehr amüsant, auch der eintretende Regen tat dem kein Abbruch. Wenn man dann noch feststellt, dass in früheren Zeiten die selben Lehrer die Schullaufbahn gekreuzt haben, bietet das genügend Gesprächsstoff. Ein toller Abend, merci Enrico 🙂

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Weinprobe – mit Enrico und theXME

Smartphone-Fernsteuerung per Jabber/XMPP

Kurz bevor ich mein aktuelles Smartphone Anno 2011 erwarb, habe ich damals einen Blick auf den Android App Markt geworfen. Eine App-Idee fand ich dabei besonders genial: die Fernsteuerung des Smartphones über einen Jabber/XMPP Account. Leider hat es über ein Jahr gedauert, bis ich nun die passende App einmal ausprobiert habe (mit Samsung Kies Air lässt es sich in der Regel auch klasse arbeiten). GTalkSMS lässt dabei folgende Funktionalitäten per Befehl zu (ein kleiner Auszug!):

  • Anrufe abweisen
  • Signalton abspielen (wo ist mein Handy? :-))
  • SMS empfangen / senden
  • WLAN Status abfragen und aktivieren / deaktivieren
  • Kameralicht aktivieren / deaktivieren
  • Datei an Smartphone senden
  • Aktuellen Ort des Smartphones ermitteln
  • uvm.

Das ganze ist zwar Textbasiert, aber die Hilfe (über help bzw. help:all) ist sehr übersichtlich gestaltet. Natürlich bieten Weboberflächen wie AirDroid oder Samsung Kies Air eine noch breitere Palette und sind grafisch hübscher, die minimalistische Idee über Jabber/XMPP finde ich allerdings klasse. GTalkSMS lässt sich – wie der Name erst vermuten lässt – übrigens nicht nur über einen GTalk Account verwenden, es kann jeder nutzbare Jabber/XMPP Server angegeben werden. Ich nutze hierfür den Blue X IM! Dienst (bluex.im), den ihr bei Bedarf ebenfalls verwenden könnt. Zu guter letzt sei noch angemerkt, dass GTalkSMS flexibel aktiviert und deaktiviert werden kann, wenn z.B. das Ladekabel angesteckt oder euer Smartphone mit einem WLAN verbunden ist.

Zugriff per GTalkSMS auf mein Smartphone
Zugriff per GTalkSMS auf mein Smartphone

 

ob_gzhandler Bug in PHP 5.4.4

Mein freudestrahlender Beitrag auf Facebook über das erfolgreiche Serverupgrade wurde von Stefan aka xxoun heute wie folgt kommentiert:

versprochen, bald isses mit den glücksmomenten auch schon wieder vorbei 😉

Wie recht er doch hatte, der erste Bug in der neuen PHP Version ist schon gefunden. Erst geschah es beim Aufruf des phpBB3 ACP, dann im WordPress Backend: die Seiten wurden entweder nicht richtig dargestellt oder es kam gleich eine Fehlermeldung mit Hinweis auf den ob_gzhandler. Nach einer kurzen Recherche ist klar, dass der Fehler eindeutig in PHP 5.4.4 begründet liegt (siehe https://bugs.php.net/bug.php?id=62335). Hoffen wir, dass er in der nächsten Version wieder behoben wird (scheinbar war er bereits behoben, wurde dann aber wieder „integriert“). Bis dorthin hilft der folgende Workaround über die .htaccess:

php_flag zlib.output_compression Off

Upgrade auf Apache 2.4 und PHP 5.4

Das Apache 2.4 und PHP 5.4 vor wenigen Monaten relativ zeitlich gleich erschienen sind, hatte Synergieeffekte zur Folge: das Upgrade auf die beiden neuen Versionen konnte miteinander verbunden werden. Im Grunde genommen hatte ich bereits im April vor das Upgrade vorzunehmen, habe es letztendlich aber bis zum heutigen Tage immer wieder vor mir hergeschoben. Wenn man einige Ursprungsbugs betrachtet, war diese Entscheidung vielleicht gar nicht mal so verkehrt. Die Zeit währenddessen habe ich zudem dazu genutzt, mich über mögliche Probleme schlau zu machen, sodass ich für den heutigen Tag relativ gut gerüstet schien.
Die beiden Hauptkonfigurationsdateien httpd.conf und die php.ini habe ich von den neuen Versionen übernommen und an meine bisherige Konfiguration per WinMerge angepasst. Natürlich haben beide neue Versionen in ihren jeweiligen Konfigurationsdateien Spuren hinterlassen, insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass diese glücklicherweise relativ undramatisch ausfielen und durch Kompatibilitätsmodule wie z.B. mod_access_compat abgefedert werden konnten. Am eigentlichen Kompilierungsvorgang änderte sich auch wenig.
Und so startete die neue Generation der Webserverumgebung am Schluss nach wenigen kleinen Fehlern problemlos. Damit dürfte für die nächsten Monate wieder Ruhe einkehren, der große Wechsel ist geschafft 🙂
In den nächsten Monaten gilt nun der Hauptaugenmerk den PHP Scripts, die teilweise noch nicht ganz an PHP 5.4 angepasst sind. Wenn ihr irgendwo den ein oder anderen Fehler entdecken solltet, würde ich mich über eine kleine Mitteilung freuen. Vielen Dank! 🙂

PS: Man sollte natürlich Monitoring-Systeme vor geplanten Wartungsarbeiten abschalten, um nicht unnötig an SMS Nachrichten zu gelangen. Hinterher ist man immer schlauer 😀

Sichtwechsel

Es gibt Tage, die sind einfach nicht so wirklich prickelnd. Du bist antriebslos, das Wetter spielt auch nicht mit und der rote Faden hängt irgendwo im nirgendwo. Ist das der richtige Zeitpunkt, um den Tag voreilig abzuschreiben? Das wäre gewiss zu schade und hin und wieder geschiet an solchen Tagen dann das Unerwartete. Kleinigkeiten machen den Tag letztendlich doch noch zu etwas besonderem. Doch das wirklich besondere ist, dass diese Kleinigkeiten ebenfalls alltäglich sind und die wahre Botschaft darin liegt, die Sichtweise auf den Tag zu ändern. Es ist oftmals nicht leicht, sich an solchen Tagen von der inneren getrübten Einstellung zu verabschieden, aber genau darin liegt das Rezept. Rede Dir nicht ein, dass dieser Tag schlecht ist, sondern überlege, wie Du ihn so gestalten kannst, dass er zu etwas besonderem wird und welche persönlichen Motivationsreize dazu führen können. Im Grunde genommen hat das auch etwas mit dem inneren Frieden zu tun (passende Queressenz aus Kung Fu Panda 2). Wenn Du diesen hast, dann ziehen Dich äußere Einflüsse nicht mehr ganz so sehr in den Bann.
Wie findet ihr euren inneren Frieden?

Sometimes it seems to be my destination