Lang, lang ist’s her: mein Smartphone-Zeitalter begann mit dem Samsung Galaxy S2 im Jahr 2011. Zwischenzeitlich bin ich in die Hände von Google gefallen (Nexus 4 & Nexus 5) und ab 2018 hat mich dann Xiaomi (Redmi Note 5) und seit 2021 die Xiaomi Subbrand Poco (Poco F3, zuletzt F6 Pro) in den Bann gezogen. Eins muss man Xiaomi und Poco lassen: sie haben starke Geräte für einen guten Preis im Angebot, gerade bei Poco bot die F-Reihe für mich einen ausgewogenen Mix aus Performance und Preis/Leistung.
Über die Jahre habe ich natürlich dennoch hin und wieder über den Tellerrand geguckt und bin dennoch bei Poco geblieben. Doch nun ist es passiert: ich habe mich wieder in ein Samsung Gerät verguckt. Wobei das gar nicht so zutreffend ist: ja, das S26 Ultra bietet ein tolles Gesamtpaket, aber Innovationen (mal vom Privacy Display abgesehen) sucht man auch bei Samsung mittlerweile mit der Lupe. Rein Hardware-mäßig war für mich hier insbesondere der Support für das 6 GHz Band im WLAN interessant, ansonsten haben auch die Pocos schon viel für meinen Alltag geboten. Der primäre Faktor war dann aber ein anderer und schließlich auch der wirkliche Grund, es mal wieder mit Samsung zu versuchen: One UI und das Ökosystem drumherum. Als ich vor der finalen Entscheidung das ein oder andere Video dazu angeschaut und die ganzen Möglichkeiten (z.B. über Good Lock) entdeckt hatte, war ich davon ziemlich angetan. Keine Frage, auch HyperOS ist keine schlechte Oberfläche, aber manches ist hier etwas verstreut und diese Tiefe in den Einstellmöglichkeiten habe ich hier nicht entdeckt. Im Alltag ist natürlich immer die Frage, was man tatsächlich davon benötigt, aber z.B. die Connectivity Labs im WLAN Bereich bei Samsung hätten auch das Debugging bei meinen WLAN Problemen beim Poco F6 Pro in Kombination mit der Fritz!Box 5690 Pro eventuell etwas aufschlussreicher gemacht. Und das zieht sich über mehrere Bereiche: gefühlt geht bei Samsung in vielen Bereichen einfach etwas mehr. Da ich mich in dieser Tiefe über die Jahre nicht mehr mit Samsungs Ökosystem beschäftigt hatte, war ich hier positiv überrascht.
Und letztendlich ist es dann das Samsung Galaxy S26 Ultra in 1 TB Form geworden. Im Rahmen einer Vertragsverlängerung bei der Telekom habe ich das Gerät für ca. 1090 Euro erstanden, das war gefühlt grad noch in etwa unter der akzeptablen Schmerzgrenze im Kopf (zum Vergleich: das Poco F8 Ultra mit 512 GB Speicher / 16 GB RAM gab es damals für knapp über 600 Euro im Early-Bird mit diversen Coupons) 😉
Mittlerweile ist der Umstieg geschafft und ich habe das Gerät seit ca. 2,5 Wochen in Betrieb. Die ersten Eindrücke sind sehr positiv: das Gerät nutzt tatsächlich ziemlich stabil das 6 GHz Band der Fritz!Box 5690 Pro mit Wifi 7 ( endlich ein Gerät, das regelmäßig das noch ziemlich freie Band hier verwendet :-D) und Day One Bugs (wie z.B. beim Poco öfter der Fall gewesen) sind mir hier gar keine aufgefallen: alles funktionierte bereits vor dem offiziellen Release und das Gerät fühlt sich in der Nutzung butterweich an. Auch der Standby Akkuverbrauch des Geräts ist super, so kommt man trotz des nur 5000 mAh Akkus je nach Nutzung ganz gut über den Tag. Auch One UI habe ich schon in den ersten Wochen zu schätzen gelernt: die Routinen sind sehr nützlich, ich deaktiviere z.B. das WLAN automatisch, sobald ich unterwegs bin. Oder Weckergruppen – mit einem Tipp oder gar einer Routine automatisch die Wecker für den nächsten Tag stellen – klasse! 😀 Und so zieht sich das im Prinzip weiter, in vielen Bereichen findet sich im Vergleich zu HyperOS noch das ein oder andere Detail.
Dennoch werde ich Poco-Fan bleiben, aber ich würde mir hier wünschen, dass Xiaomi HyperOS etwas mehr in dieser Tiefe ausbaut. Mal schauen 🙂
Nun heißt es für mich aber erst einmal: der Kreis hat sich geschlossen, ich bin zurück im Samsung Galaxy Universum 🙂
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Googles Nexus Vorstellung, das Google Nexus 4 und die Frage des Umstiegs
Der vergangene Montag hatte überraschendes in Petto. Zwar wurde die eigens einberufene Vorstellung der neuen Nexus Reihen durch den Hurrican abgesagt, dafür gelangen die Neuigkeiten aber über den offiziellen Firmenblog an die Öffentlichkeit. Und die hatten es in sich: neben einem aktualisierten 7 Zoll Tablet (nun optional auch mit 32 GB Speicher und 3G) gibt’s auch ein 10 Zoll Tablet mit einer Auflösung von 2560 x 1600. Wow, das gab’s so noch nicht! Nun gut, die Tablet Ecke ist für mich persönlich derzeit weniger reizvoll. In Sachen Medienkonsum und Surfen nutze ich am frühen morgen und abends fast ausschließlich mein Galaxy S2. Ja, das Thema Smartphone hat mich in der Tat abhängiger gemacht und meine Nutzung entscheidend verändert! Mittlerweile habe ich mein Galaxy S2 rund 18 Monate im Einsatz und bin auf der Hardwareseite weiterhin vollstens zufrieden damit. Softwareseitig habe ich mittlerweile das Android 4.0 Stock ROM von Samsung im Einsatz, das leider in Sachen Stabilität hin und wieder etwas zu wünschen übrig lässt. Doch irgendwie arrangiert man sich und eigentlich hatte ich für meinen potentiellen Nachfolger folgende Punkte im Fokus: LTE, aktuelle Android Version, Erweiterbarkeit (SD), Quad Core. Das Galaxy S3, der direkte Nachfolger des S2, hatte zum Marktstart dagegen für mich zu wenig Neuerungen, um einen Umstieg zu gerechtfertigen. Der vergangene Montag verschob dann meinen Blick in eine entscheidende Richtung: über den Preis lässt sich vieles regeln. Doch schauen wir mal genauer hin. Ab 13. November wird es das Galaxy Nexus 4 geben, entweder mit 8 GB (299 EUR) oder 16 GB Speicher (349 EUR). Technisch gesehen bringt das Nexus 4 einen Quad Core Prozessor mit 1.5 Ghz, 2 GB RAM, einen 4.7″ Bildschirm und natürlich die neuste „nackte“ Android Version 4.2 mit. Das ist für den gebotenen Preis wirklich ausgesprochen verlockend. Zum Opfer fallen dafür die LTE-Unterstützung und die Erweiterungsmöglichkeit per SD-Karte, zudem ist der Akku fest eingebaut. Dennoch bin ich äußerst angetan davon und die Chancen stehen gar nicht schlecht, dass ich das Nexus 4 am 13. November bestellen werde. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach klasse und da Android 4.o auf dem Galaxy S2 mich derzeit hin und wieder zur Weißglut bringt, habe ich den Blick längst auf die Nexus Reihe gelenkt. Die Negativ-Liste lässt sich für den Preis verschmerzen, die (Vor-)freude über das pure Android Erlebnis inklusive „Update-Garantie“ seitens Google überwiegt eindeutig. Der einzige problematische Punkt dürfte der Speicherplatz werden, allerdings hat diese Problematik dann wiederum ihre positive Seite: derzeit tummeln sich sehr viele Apps auf meinem Smartphone, einige davon sind eher der Kategorie „ferner laufen“ zuzuordnen. Konzepte wie die Gratis App des Tages im Amazon App Shop verleiten gerade dazu, die Anzahl der Apps auf dem Smartphone aus dem Auge zu verlieren. Das dürfte dann der Vergangenheit angehören 🙂
Galaktisch gut: Ein Ersteindruck
Etwas mehr als eine Woche ist vergangen, seit ich meine neuste Errungenschaft – das Samsung Galaxy S2 – in Betrieb genommen habe. Der perfekte Zeitpunkt für ein erstes Resümee.
Symbian ist totgesagt, lange lebe Android
Zwei Jahre lang hat mich mein bisheriges Handy, ein Nokia N72, begleitet. Rückblickend gesehen bin ich mit dieser Symbian S60 basierten Variante die letzte Zeit sehr gut gefahren, deswegen habe ich bis zu Nokias großem Umschwenken auch ein Verbleiben auf der Symbian Plattform erwogen. Nachdem aber klar war, dass Symbian nicht mehr weiter verfolgt werden würde, war für mich auch das Thema Nokia Geschichte. Sorry Nokia, aber mich hat eben gerade auch Symbian zu euch gebracht. Nach dieser Entscheidung waren alle Tore für Android offen.
Umgewöhnungszeit
Etwas Umgewöhnung wird noch notwendig sein. Manche Dinge sind bei Android einfach gänzlich anders. Während Nokia bei jeder Anwendung eine alternative Verbindungsform akzeptiert (d.h. Anwendung 1 kann z.B. per WLAN verbunden werden, während die Synronisierung dennoch parallel per UMTS stattfindet), scheint bei Android aller Datenverkehr über die gerade aktive Schnittstelle zu gehen. Das ist – sofern ich das richtig verstanden habe – das WLAN, sofern dieses aktiviert wurde. Wenn gerade keine WLAN Verbindung besteht, dann wählt Android das Mobilfunknetz. Letzteres ist natürlich dank einem passenden Mobilfunktarif und einer inkludierten Datenflatrate auch kein Problem, sodass diese Entscheidung nun spätestens beim Wechsel auf ein Androidsystem voll zur Geltung kommt. Es soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass es natürlich Apps gibt, die eine Datenverbindung per Mobilfunknetz gänzlich unterbinden (sofern man nicht das Glück hat und im Besitze einer Datenoption ist).
Dann gibt es aber auch die positiven Umgewöhnungsaspekte. Wenn man nur hin und wieder ein YouTube Video auf dem Smartphone betrachtet, ist die YouTube App hierfür wirklich ein Segen. Sehr nett gemacht, läuft technisch einwandfrei und bietet eine sehr akzeptable Qualität. Die Facebook App für Android scheint dagegen noch nicht so ganz gereift zu sein, aber im Vergleich zur mobilen Fassung auf meinem Nokia ist das immer noch ein Quantensprung. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Begeisterung für Apps auch schnell auf Neulinge wie mich springt. Ich möchte erst gar nicht damit anfangen, welche relativ nützlichen Apps ich schon zu Beginn gefunden habe. Eine kleine Liste gibt es am Ende des Beitrags dennoch.
Wo Licht ist, da ist auch Schatten
Technisch gesehen ist das Samsung Galaxy S2 ohne Frage eines der aktuell besten Android Phones auf dem Markt. Dual Core, WLAN N, Full HD Video Recording, Samsung Kies und und und. Soviel Technik in einem Gerät zeigt aber spätestens bei der Dauernutzung, welcher Energiehunger dahintersteckt. Wer das Smartphone täglich gut nutzt, wird wohl über das tägliche Laden nicht umherkommen. Nun gut, für mich als Nokia Umsteiger ist das noch sehr ungewohnt, aber für andere Smartphone Nutzer dürfte das zum Alltag gehören. Standby Zeiten? Danach darf man heutzutage gar nicht mehr fragen. Mensch wird das toll, wenn es eines Tages kabellose Stromversorgung gibt und das Smartphone automatisch aufgeladen wird, sobald es zuhause angekommen ist (war da Intel nicht mal dran? ;-)).
Zudem wird das Galaxy S2 relativ warm, wenn man Leistungsfordernde Anwendungen nutzt. Das könnte allerdings auch an einem Bug liegen, der in Android 2.3.4 behoben wurde und in Kürze mit einem Samsung Update geliefert werden dürfte.
Weitere Nachteile sind mir innerhalb der kurzen Zeit bislang noch nicht bekannt geworden.
Apps
Nach etwas mehr als einer Woche habe ich natürlich noch längst nicht die Appspitze erreicht, dennoch sind mir einige Apps untergekommen, von denen ich sehr angetan bin.
Ringdroid
Typische Situation: Du hast eine Musikdatei und möchtest einen Ausschnitt davon als Klingel- oder Weckton nutzen. Eine Möglichkeit wäre, das Ding am PC zu schneiden (Audacity lässt grüßen). Diese App macht das kindereinfach und ist noch Open Source oben drauf. Eine der Anwendungen, die ich auf meinem Nokia damals verzweifelt gesucht haben..
K9 Mail
Der eingebaute Mail Client ist sehr praktikabel, keine Frage, allerdings bietet K9 gefühlte tausend Einstellmöglichkeiten und wurde immer mal wieder positiv erwähnt. Da ich primär meinen eigenen Mailserver nutze, habe ich diese App als eine der ersten installiert. K9 ist ebenfalls Open Source.
Trillian
Nachdem ich mich auf meinem Desktopsystem kürzlich wieder für Trillian entschieden habe, kam ich nicht an der mobilen Fassung herum – zumindest für einen kleinen Test. Trillian Pro Inhaber (mittlerweile kostet das eine jährliche Gebühr, dafür sind allerdings alle Trillian Fassungen auf sämtlichen Systemen mit den Pro Vorteilen versehen) erhalten die App werbefrei und können die Logsynchronisierung nutzen. Das heißt kurz und knapp: Logs auf dem Desktopsystem wandern über die Trillian-Server in Echtzeit auch auf das Smartphone. Über den Sinn lässt sich streiten, als regelmäßiger IM Nutzer finde ich das allerdings sehr praktisch. Schöner wäre da natürlich noch eine Lösung über den eigenen Server, aber man kann ja nicht alles selbst machen.. 😉
Auf in eine galaktische Zukunft
Das erste Fazit lässt sich in einem Wort zusammenfassen: genial! Sowohl technisch als auch Plattformmäßig bin ich begeistert. Als reines „Handy“ Investition betrachtet (damit meine ich primär die Telefon- und SMS-Funktion) ist das Galaxy wahrlich viel zu schade. Doch wer mittlerweile ebenfalls verstärkt sein Handy für allerhand mobile Dienste nutzt oder das zumindest erwägt, dürfte hier einen Volltreffer landen.
Die erste galaktische Botschaft
Für einen Erfahrungsbericht reicht es leider noch nicht ganz, dennoch möchte ich mit diesem kurzen Artikel per WordPress App vom frischen Galaxy S2 ein kurzes Hallo Welt senden. Symbolische Angelegenheit sozusagen.
In der Galaxy angekommen
Noch nicht ganz, aber nächste Woche ist es soweit. Wer meinen Facebook Status verfolgt, wird neulich auf folgende Meldung gestoßen sein:
Es ist geschehen, habe eben das Samsung Galaxy S2 vorbestellt. Laut Amazon leider erst ab 30. Mai lieferbar. Entschuldigt also, wenn ich nächste Woche möglicherweise für einige Tage von der Bildfläche verschwinde 😀
Es ist also in der Tat geschehen, mein neues Handy, pardon Smartphone, steht in den Startlöchern 🙂 Der Countdown in Richtung Liefertermin wurde bereits gestartet. Innerlich brenne ich wie ein kleines ungeduldiges Kind auf das neue Teil, es gibt einiges zu testen 🙂 Mehr dazu gibt’s dann einige Tage nach dem Eintreffen, die erste Zeit werde ich wohl erstmal mit dem Galaxy S2 selbst beschäftigt sein 😀