Software Requirements, aber bitte genau(er)

Software ist schön und gut, wenn sie denn läuft. Das ist manchmal gar nicht so einfach und vor allem dann nicht, wenn nicht angegeben wird, was denn genau in welcher Version benötigt wird. So geschehen heute bei einer Software für einen Etikettendrucker. Die Installation lief problemlos durch, allerdings quittierte Windows den Start der Software mit einer typischen „.. hat ein Problem festgestellt und muss beendet werden“ Meldung. Nach einiger Zeit habe ich schließlich das .NET Framework in Version 3.5 nachinstalliert, das verhalf zumindest einer Komponente zum Start. Die Hauptsoftware lag dennoch brach, sodass der nächste Weg zur Support Hotline führte. Und die war ausgesprochen kompetent und verwies mich auf die Installation des .NET Frameworks 3.5 SP1. Siehe da, in der Tat kann ein Service Pack hin und wieder wahre Wunder bewirken – die Software lief nun reibungslos. Ein kleiner Hinweis während der Installation oder zumindest in den Release Notes o.ä. wäre zwar empfehlenswert gewesen, aber immerhin gab sich die Support Hotline keine Blöße. Tag gerettet!

 

Googles Nexus Vorstellung, das Google Nexus 4 und die Frage des Umstiegs

Der vergangene Montag hatte überraschendes in Petto. Zwar wurde die eigens einberufene Vorstellung der neuen Nexus Reihen durch den Hurrican abgesagt, dafür gelangen die Neuigkeiten aber über den offiziellen Firmenblog an die Öffentlichkeit. Und die hatten es in sich: neben einem aktualisierten 7 Zoll Tablet (nun optional auch mit 32 GB Speicher und 3G) gibt’s auch ein 10 Zoll Tablet mit einer Auflösung von 2560 x 1600. Wow, das gab’s so noch nicht! Nun gut, die Tablet Ecke ist für mich persönlich derzeit weniger reizvoll. In Sachen Medienkonsum und Surfen nutze ich am frühen morgen und abends fast ausschließlich mein Galaxy S2. Ja, das Thema Smartphone hat mich in der Tat abhängiger gemacht und meine Nutzung entscheidend verändert! Mittlerweile habe ich mein Galaxy S2 rund 18 Monate im Einsatz und bin auf der Hardwareseite weiterhin vollstens zufrieden damit. Softwareseitig habe ich mittlerweile das Android 4.0 Stock ROM von Samsung im Einsatz, das leider in Sachen Stabilität hin und wieder etwas zu wünschen übrig lässt. Doch irgendwie arrangiert man sich und eigentlich hatte ich für meinen potentiellen Nachfolger folgende Punkte im Fokus: LTE, aktuelle Android Version, Erweiterbarkeit (SD), Quad Core. Das Galaxy S3, der direkte Nachfolger des S2, hatte zum Marktstart dagegen für mich zu wenig Neuerungen, um einen Umstieg zu gerechtfertigen. Der vergangene Montag verschob dann meinen Blick in eine entscheidende Richtung: über den Preis lässt sich vieles regeln. Doch schauen wir mal genauer hin. Ab 13. November wird es das Galaxy Nexus 4 geben, entweder mit 8 GB (299 EUR) oder 16 GB Speicher (349 EUR). Technisch gesehen bringt das Nexus 4 einen Quad Core Prozessor mit 1.5 Ghz, 2 GB RAM, einen 4.7″ Bildschirm und natürlich die neuste „nackte“ Android Version 4.2 mit. Das ist für den gebotenen Preis wirklich ausgesprochen verlockend. Zum Opfer fallen dafür die LTE-Unterstützung und die Erweiterungsmöglichkeit per SD-Karte, zudem ist der Akku fest eingebaut. Dennoch bin ich äußerst angetan davon und die Chancen stehen gar nicht schlecht, dass ich das Nexus 4 am 13. November bestellen werde. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach klasse und da Android 4.o auf dem Galaxy S2 mich derzeit hin und wieder zur Weißglut bringt, habe ich den Blick längst auf die Nexus Reihe gelenkt. Die Negativ-Liste lässt sich für den Preis verschmerzen, die (Vor-)freude über das pure Android Erlebnis inklusive „Update-Garantie“ seitens Google überwiegt eindeutig. Der einzige problematische Punkt dürfte der Speicherplatz werden, allerdings hat diese Problematik dann wiederum ihre positive Seite: derzeit tummeln sich sehr viele Apps auf meinem Smartphone, einige davon sind eher der Kategorie „ferner laufen“ zuzuordnen. Konzepte wie die Gratis App des Tages im Amazon App Shop verleiten gerade dazu, die Anzahl der Apps auf dem Smartphone aus dem Auge zu verlieren. Das dürfte dann der Vergangenheit angehören 🙂

IPv6 – es wird Zeit

Seit vorgestern kann dieser Blog und mein kompletter Server (d.h. auch alle Blue X Seiten) auch nativ über IPv6 erreicht werden. Die nötigen DNS Einstellungen waren schon zuvor erfolgt, allerdings hatte ich beim letzten Serverwechsel vergessen, die nötigen Einstellungen am Interface vorzunehmen. Diese habe ich nun wieder eingespeist und – dank diesmal vorhandenem zweiten Root Server, der ebenso gleichsam auf den IPv6 Betrieb verständigt wurde – erstmals die IPv6 Anbindung auch getestet. Unter dem Strich ging ein ping6 am Ende problemlos durch, auch praktisch sollte es nun also hinhauen.
Die wenigsten dürften zwar schon über eine IPv6-fähige Anbindung verfügen (die Telekom scheint hier bei einem Wechsel auf die IP-Anschlüsse derzeit IPv6 auszurollen), aber die Zeit spielt eindeutig für IPv6: Serverhoster wie Hetzner sind mittlerweile gezwungen, ihre restlichen IPv4 Adressen und Subnetze sparsamer an die Kunden zu vergeben, denn Nachschub von Vergabestellen wie der RIPE gibt es kaum bis gar nicht mehr. Das Ende von IPv4 ist eingeläutet und die restliche Zeit ist dank der restriktiveren IPv4 Adressvergabe für manch einen auch nicht gerade eine schönere geworden.

 

Sipgate-Info bezüglich der Netzneutralität

Gerade eben per E-Mail von Sipgate eingeflogen, verblogge ich das mal, da ich es durchaus für uns Internetnutzerfür für relevant halte, wenn wir für ein freies Internet eintreten möchten:

Sehr geehrter sipgate Kunde,

seit inzwischen mehr als sieben Jahren bieten wir unsere VoIP-Produkte an, die viele von Ihnen nutzen. Als VoIP-Anbieter haben wir, anders als der Großteil anderer Anbieter, immer Wert darauf gelegt, dass unsere Dienste unabhängig von einem bestimmten Internetzugang zu nutzen sind.

Uns ist es wichtig, dass Sie auch in Zukunft unsere Produkte zusammen mit dem in Ihrer Situation idealen Internetzugang einsetzen können. Leider mussten wir feststellen, dass gerade Mobilfunkanbieter, aber auch Festnetzgesellschaften, die Nutzung von VoIP und anderen Diensten zunehmend einschränken.

Derzeit untersucht die EU-Komission, auf welche Weise am besten sicherzustellen ist, dass Sie als Internetnutzer alle Dienste, die Ihnen wichtig sind (wie beispielsweise VoIP), auch wirklich nutzen können. Um die aktuelle Situation im Markt besser zu verstehen, und um daraufhin geeignete Regeln für Internetzugänge festzulegen, bittet die EU-Kommission Bürger und Unternehmen um Ihre Erfahrungen und Meinungen.

Wenn Ihnen daran gelegen ist, in Zukunft VoIP oder auch andere Dienste, wie WhatsApp etc., nutzen zu können, ohne dass Ihr Internetanbieter den Zugang hierzu sperrt, dann empfehlen wir Ihnen, an der ausgeschriebenen Anhörung teilzunehmen.

Unserem Verständnis nach sind folgende Punkte der EU-Kommission wichtig:

Welchen Anbieter nutzen Sie? (T-Mobile, Vodafone, Congstar, Drillisch, etc.)
Welche Internetangebote möchten Sie nutzen, können es aber nicht, weil Ihr Internetanbieter den Zugang dazu sperrt oder stört bzw. zusätzliche Entgelte verlangt? (Z.B. sipgate, Skype, WhatsApp, etc.)
Wenn Sie bereits bei der Bestellung des Internetzugangs von den Einschränkungen wussten, warum haben Sie sich dennoch für diesen Vertrag entschieden? (Besserer Empfang Zuhause/am Arbeitsplatz/in der Schule, Arbeitgeber zahlt mein Handy, besseres Handy-Angebot, preiswerter, etc.)
Wenn Sie ein Unternehmen vertreten, sollte klar sein, was das Unternehmen macht und wie groß es ist.
Alle weiteren Dinge, die Ihnen in Ihrer Situation wichtig erscheinen.

Ihre Eingabe können Sie einfach bis zum 15. Oktober auf deutsch oder englisch per E-Mail an

cnect-netneutrality@ec.europa.eu

schicken. Wir bitten darum, freundlich und sachlich zu schreiben. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben, damit die EU-Kommission weiß, von wem die Eingabe stammt.

Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, haben wir einige uns bekannte Probleme vorformuliert und eine Beispiel-E-Mail an die Kommission verfasst. In dieser E-Mail gehen wir davon aus, dass Sie, wie die meisten deutschen Internetnutzer, schon Bekanntschaft mit Netzsperren gemacht haben. Je genauer – und auf Ihre Probleme zugeschnittener – Sie Ihre Erfahrungen schildern, desto besser für die Kommission. Sollten Sie überraschenderweise noch keine Erfahrungen mit Netzsperren gemacht haben, können Sie schildern, welchen Umgang mit Sperren Sie sich wünschen.

Weitere Informationen zur Anhörung finden Sie auf der Seite der Kommission. Sie können übrigens sowohl per E-Mail teilnehmen, als auch Fragen aus einem detaillierten Katalog online beantworten. Leider liegen sowohl die Fragen als auch das Online-Formular nur auf englisch vor.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen würden, für freie und unbeschränkte Internetzugänge einzutreten. Wir glauben ein unzensierter Zugang ohne Extrakosten zu allen Internetangeboten, sei es sipgate, sei es Skype, sei es Ihr Lieblingsblog, liegt im Interesse aller Internetnutzer. Jetzt besteht die Möglichkeit auf die Gestaltung der Internetregulierung Einfluss zu nehmen. Bitte nutzen Sie sie.

Einen schönen Tag und den Fortbestand des offenen und freien Internets wünscht,

Ihr sipgate Team

P.S.: Diesen Aufruf haben wir auch in unserem Blog veröffentlicht. Dort diskutieren wir das Thema gerne mit Ihnen und anderen Internetnutzern.

70 Meter – ein Trip in die Angstbewältigung

Am vergangenen Samstag besuchte ich zum ersten Mal den Canstatter Wasen, der mit seinem eigenen Flair an das Münchner Oktoberfest erinnert (auch wenn ich selbiges zuvor ebenso wenig besucht habe). Neben einigen Bierzelten finden sich dort auch zahlreiche Attraktionen und Rummelstände, die einige amüsante und nervenauftreibende Momente bescheren. Mein persönliches Programm bestand aus einer Achterbahnfahrt und drei weiteren Attraktionen, die als eine Art Überschlagstest eingestuft werden können. Auf dem nachfolgenden Bild ist der Arm des Schreckens zu sehen, der mit 70 Metern Höhe und seinen sich drehenden Kabinen mir einigen Mut abverlangte.

Der Arm des Schreckens
Der Arm des Schreckens

Wohlgemerkt, ich leide leider an Höhenangst und das war definitiv eine waghalsige Mutprobe für mich selbst. Doch durch zwei vorangegangene und auch nicht ganz leichte Fahrproben auf anderen Attraktionen war ich innerlich bereit und habe es letztendlich auch getan. Ein unglaubliches Gefühl, seine größten Ängste irgendwie links liegen gelassen zu haben! 😀 Nun gut, etwas mulmig war mir schon, als ich in 70 Metern Höhe relativ frei warten musste, während die untere Kabine auf neue Fahrgäste wartete. Letztendlich war der Adrenalinschub aber höher. Dieser Samstag war so letztendlich ein besonderer Tag: ich bin all jene Dinge gefahren, vor denen ich normalerweise einen weiten Bogen machen würde. Einmal mehr zeigt sich: stell Dich Deinen Ängsten, die innere Belohnung (in Form von gefühlten tausend Glücksgefühlen) kommt von selbst.

Windows 8 – die ersten Eindrücke

Gute 2,5 Wochen ist her, seit Windows 8 den Weg in meine Gefilde fand. Während die ersten Tage zeitbedingt noch Windows 7 vorbehalten waren, bin ich seit letzter Woche bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich per Windows 8 unterwegs. Gewiss ist das noch kein Zeitraum, um einen vollumfändlichen Eindruck vermittelt zu bekommen und manche Dinge blieben vorerst etwas auf der Strecke, aber für den ersten Grundtenor reicht es allemal. Und der fällt überraschend positiv aus. Fangen wir bei der Optik des Desktops an: keine Transparenz mehr, hässliche Fenstersymbole. Während letztere sicherlich starke Geschmackssache sind, fehlt mir die Transparenz kaum. Der neue Stil wirkt anders, aber wenn man ihn als solchen annimmt, gewöhnt man sich relativ schnell daran. Das fehlende Startmenü und der Ersatz in Form der Modern UI Kacheloberfläche ist noch nicht ganz verinnerlicht und hier und da etwas umständlich, insbesondere wenn es z.B. um das Drucken geht oder die Kachelstartseite abgeschnitten und nach rechts hin scrollbar wird, wenn zuviele Apps & Anwendungen vorhanden sind. Aber man arrangiert sich damit. An diesen Stellen merkt man dann auch, dass ein Feature Pack – ob es nun Windows 8.5 oder wie auch immer heißen möge – im nächsten Jahr diese Stellen ausmerzen könnte. Unbedienbar machen sie Windows 8 allerdings nicht. Die klassischen Desktop-Anwendungen nehmen in meinem Arbeitsalltag weiterhin die Hauptrolle ein, die neuen „spartanischen“ Apps habe ich hauptsächlich in Form der PDF Dokumentenanzeige  App genutzt (abgesehen von kurzen Spielereien mit der Spiele-Abteilung von Windows 8, die man über den App Shop  kostenlos nachrüsten kann). Die von mir bereits unter Windows 7 eingesetzten Desktop-Anwendungen lassen sich nahtlos unter Windows 8 betreiben, Kompatibilitätsprobleme sind  augenscheinlich nicht zu Tage getreten.
Wenn man mich in diesen Tagen zu Windows 8 befragen würde, wäre ich durchaus dazu geneigt, Windows 8 etwas positives abzugewinnen. Einen absoluten Umstiegsgrund habe ich zwar nicht in der Hinterhand (den mag es so auch nicht geben, Windows 7 ist zweifelsohne noch immer ein durchweg empfehlenswertes System) und die Umgewöhnungsphase ist auch nicht wegzureden, aber um es auf den Punkt zu bringen: in erster Linie hat mich der Reiz nach neuem dazu bewogen, Windows 8 so früh die Chance zu geben. In meiner derzeitigen Produktivphase ist es nicht kritisch, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert und ich habe die Möglichkeit, Windows 8 so anzugehen, wie ich es möchte. In etwa einem Monat könnte das schon anders aussehen: die ersten Fragen von Freunden lassen bestimmt nicht lange auf sich warten.