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Flashbacks

Am gestrigen Abend habe ich parallel zur Fußballpartie im Fernsehen spontan damit begonnen, alte Schachteln durchzukramen und bin dabei auf einige nette Funde gestoßen. Die guten alten Zeiten – ja, sie leben durch solche Flashbacks wieder auf! 😀

Nintendo GameCube
Nintendo GameCube

Zu meiner großen Überraschung ist mein alter GameCube wieder aufgetaucht. In meinen Erinnerungen hatte ich diesen damals entsorgt, das scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein. Super Mario Sunshine war auch das einzige Spiel, das ich damals hatte. Werde ich sicherlich ab und zu mal wieder etwas spielen 🙂

PlayStation 1
PlayStation 1

Auch die PlayStation 1 ist wieder da. Bei dieser war ich mir aber recht sicher, dass ich sie noch habe. Das Videokabel muss irgendwo anders gelandet sein, ein direktes Anspielen ist deshalb leider nicht möglich. Trotzdem eine tolle Erinnerung!

VHS: Jurassic Park
VHS: Jurassic Park

VHS-Kassetten waren in den frühen 90ern das Format für den heimischen Filmgenuss. Insbesondere die Jurassic Park VHS-Kassette hat damals einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Jurassic Park ist immer noch mein absoluter Lieblingsfilm!

Internet Zeitschrift 2004
Internet Zeitschrift 2004

Damals habe ich noch zu der ein oder anderen gedruckten Internetzeitschrift gegriffen. Auch wenn die Inhalte nach all den Jahren natürlich nicht mehr ganz taufrisch sind, das Konzept gefällt mir auch heute noch. Und dann wären da noch Werbeanzeigen für DSL 3.000 Anschlüsse und Server mit einem AMD 2800+ und 512 MB RAM für 45 Euro..  Das waren noch Zeiten 😀

iPod
iPod

Zu guter Letzt habe ich auch noch meinen früheren iPod – mit Anschlusskabel – gefunden. 30 GB Modell, mit Farbbildschirm. Damals war das noch wahnsinnig viel Speicher für Musik, heute passt da nicht mal mehr die ganze Sammlung drauf 😀 Auch wenn seine Zeit längst abgelaufen ist, werde ich ihn vielleicht mal wieder beim Joggen oder Radfahren einsetzen.

Upgrade auf MySQL 8.0 abgeschlossen

Vorgestern ist rund drei Jahre nach dem letzten Release MySQL 8.0 offiziell von Oracle freigegeben worden. Vor dem Upgrade sollte man unbedingt die Upgrade Guides durchgehen, denn mit dem neuen Release hat sich einiges getan – das Upgrade fällt diesmal etwas größer aus.
Die neue MySQL Shell bietet ein kleines Werkzeug, mit dem vorab einige Knackpunkte erkannt werden können. Bei mir hat sie glücklicherweise nur einige Warnungen ausgespuckt, die keine kritische Wirkung auf das Upgrade hatten.
Für das Upgrade habe ich die In-Place Variante gewählt, d.h. die neuen MySQL 8.0 Binaries werden mit einem vorhandenen Datadir gestartet. Beim ersten Start nimmt MySQL 8.0 dann notwendige Änderungen vor, die u.a. auch in der Erstellung des neuen Data Dictionary enden. Dieser Vorgang hat selbst bei meiner nicht gerade üppigen Installation einige Minuten verschlungen. Ein gewohntes anschließendes mysql_upgrade bringt schließlich auch die restlichen Bereiche auf den aktuellsten Stand.
Eine der kritischeren Änderungen ist die Umstellung des Preferred Authentication Plugins von mysql_native_password auf caching_sha2_password. Diese Änderung erfordert auch die Aktualisierung der MySQL Client Bibliotheken. Glücklicherweise bleiben bereits bestehende MySQL Benutzeraccounts hiervon aber unberührt, sodass bestehende Anwendungen erst einmal auch ohne neue Libs auskommen. Die Aktualisierung kann hier zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden.
Nach dem Upgrade hat bei mir lediglich der XMPP/Jabber Server Openfire gestreikt. Dieser bringt noch einen älteren MySQL Java Connector mit, der scheinbar auf eine MySQL Query Cache Variable zugreift, die in MySQL 8.0 (dort wurde der Query Cache komplett entfernt) nicht mehr existiert. Ein manuelles Upgrade des dort verwendeten MySQL Connectors hat aber auch hier Abhilfe geschaffen.

Hallo, MySQL 8.0.11!
Hallo, MySQL 8.0.11!

Unter dem Strich ist das Upgrade auf MySQL 8.0 trotz der zahlreichen Änderungen ausgesprochen problemlos vonstattengegangen. Die lange Testphase scheint MySQL 8.0 gut getan zu haben 🙂

LineageOS Aprilscherz ’18

Die Aprilscherze in LineageOS halten traditionell im ersten April-Build eines jeden Geräts Einzug in das Custom ROM. Dadurch trudeln sie etwas später ein, der „Oha!“ Moment dürfte dafür umso größer sein.
Auch dieses Jahr hat man sich mit den LOSCoins wieder viel Mühe gegeben. Nach dem Start erscheint direkt eine Benachrichtigung über das Vorhandensein einer möglichen Softwarefälschung. Um Missbrauch zu vermeiden, werden fortan angeblich LOSCoins generiert. Ha! 😀

Winterliche Grüße aus dem Wald

Während der Winterzeit ist es gewiss nicht so einfach, sich für den ein oder anderen Trip nach draußen zu motivieren. Als Computermensch trifft das noch stärker zu, die Hürde kann da manchmal echt groß werden 😀 Da zolle ich größten Respekt an Personen, die sich auch von Wind und Wetter nicht abschrecken lassen (hey, Enrico! ;-)) und auch in dieser Zeit regelmäßig unterwegs sind.
Zum Glück lasse ich mich hin und wieder auch dazu inspirieren – und gehe einfach mit. Vor etwas mehr als einer Woche war es wieder mal soweit, eine gute Stunde ging es mit einem guten Freund durch den Wald. Und ja, es lohnt sich definitiv: die Wälder bieten auch im Vorfrühling ihren Reiz. Mögen mich die Erinnerungsbilder auch künftig motivieren, solche Spaziergänge zu wiederholen! 😀
Noch optimaler wäre allerdings der Frühling. Spätestens dann rücken Rad, Joggen und Hobbyfußball ohnehin wieder in den Vordergrund.

 

So long, Energy Drinks?

Es war schön mit dir, lieber Energy Drink. Oft habe ich euch in großen Mengen gekauft und genossen. Ihr habt einfach dazu gehört. Ja, vielleicht war es nur pure Gewohnheit, denn wirklich fit habt ihr mich nie gehalten, aber.. ihr seid lange Zeit einfach da gewesen!

Nun, bevor das ganze zu einer Ode an die Energy Drinks ausartet, möchte ich die Sache kurz machen: ich habe den Energy Drinks fürs erste entschworen 😀 Langwährende Worte der Gotte haben mich dann doch zum Nachdenken gebracht und nun versuche ich es mal wieder mit Kaffee. Die Einfachheit der Energy Drinks hat meist den Ausschlag gegeben, aber mit Instant Kaffee bleibt die Flexibilität gewahrt. Es ist zwar erst der zweite Tag, aber irgendwie hätte ich mir Instant Kaffee doch deutlich schlimmer vorgestellt. Ich bin positiv überrascht worden! Alleine der Geruch der schockgefrosteten Kaffeestücken – himmlisch. Kaffee bleibt eben doch ein besonderes Erlebnis, Energy Drinks eine Gewohnheit. Mal schauen, wie das ganze auf Dauer ausgeht.

 

Notepad++ Easter Egg: Space Invaders

Schon in der Vergangenheit gab es im freien Editor Notepad++ das ein oder andere Easter Egg. Mit der gestern veröffentlichten Version 7.5.6 kam ein ganz offizielles hinzu – der Hinweis befand sich sogar in der Veröffentlichungsnachricht: „And help us to relay a message from outer space: type „Space Invaders“, select it, then hit F1.“

Der bitte um Weiterverbeitung komme ich natürlich gerne nach 😉 So sieht die Nachricht aus dem Weltraum aus:

Notepad++ We come in peace

 

Bash: History mit Zeitpunkten und unbegrenzter Größe & .bashrc vs. .bash_profile

Auch wenn es einige Alternativen zur gewöhnlichen Bash unter Linux gibt, zählt sie auch heute noch zu den beliebtesten Shells. Auch ich selbst nutze sie auf meinem Server noch rege. Die Z shell (zsh) sieht zwar ebenso vielversprechend aus, aber das ist ein Thema für ein anderes mal.

Unbegrenzte History
Kommen wir zurück zur Bash: etwas, dass ich lange vermisst habe, war die Größe der History so festzulegen, dass diese nicht begrenzt ist. Oftmals gibt es dann doch den einen Befehl, der nützlicherweise noch in der History schlummern könnte, wenn er nicht schon dem Größenlimit zum Opfer gefallen wäre. Festlegen lässt sich die Historygröße grundsätzlich über die beiden Variablen HISTSIZE sowie HISTFILESIZE. HISTSIZE legt dabei die maximale Anzahl von Befehlen bzw. Zeilen fest, die in der History im Hauptspeicher während einer Sitzung festgehalten bleiben. HISTFILESIZE legt dagegen die maximale Anzahl von Befehlen bzw. Zeilen in der Historydatei fest, die gespeichert bzw. beim Start der Bash geladen werden. Wichtig ist also, beide Werte entsprechend anzupassen. Bis zur Bash Version 4.3 gab es AFAIK keine Möglichkeit, beide Werte auf „unlimitiert“ zu setzen, sodass lediglich ein möglichst hoher Wert eine Alternative darstellte. Seit Version 4.3 führt ein Wert kleiner 0 zu einer unbegrenzten Größenfestlegung. Dazu sind folgende beiden Einträge in die Bashkonfiguration aufzunehmen:

HISTFILESIZE=-1
HISTSIZE=-1

History mit Zeitangaben
Doch auch wenn nun verwendete Befehle weit in der Vergangenheit nachgeschlagen werden können, bleibt manchmal die Frage offen, zu welchem Zeitpunkt ein Befehl ausgeführt wurde. Über HISTTIMEFORMAT lässt sich das Historyformat entsprechend anpassen, sodass die History künftig um eine Zeitangabe erweitert wird.  Ein mögliches Format kann beispielsweise so aussehen:

HISTTIMEFORMAT=“[%d.%m.%y] %T „

Dies resultiert in Historyeinträgen im folgenden Schema:
536 [12.02.18] 00:13:56 ls -lha

.bashrc vs .bash_profile
Bleibt noch die Frage offen, in welche der beiden Dateien die neuen Kofigurationszeilen aufzunehmen sind. Grundsätzlich lassen sich die Einträge in beide Dateien eintragen, sie werden allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten Verwendung finden. Die .bashrc wird bei jedem Öffnen eines interaktiven Terminals automatisch geladen, während die .bash_profile beim Öffnen einer Login-Shell geladen wird. Um auf der sicheren Seite zu sein, müssten die Einträge also in beiden Dateien vorgenommen werden. Bei einem Server, der ohnehin grundsätzlich über SSH angesteuert wird, lässt sich die .bashrc aber auch automatisch mit der .bash_profile ausführen. Dazu ist lediglich folgendes kleine Snippet in die .bash_profile einzutragen:

if [ -f ~/.bashrc ]; then
source ~/.bashrc
fi

 

 

Microsoft Office Update: Windows und Mac Version im Vergleich

Mit dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Office Update für Mac werden nach 20 Jahren erstmals wieder alle Plattformen aus einer gemeinsamen Codebasis bedient. Dadurch lassen sich künftig Features, die zuerst in einer Plattform integriert werden, zeitnaher auf anderen Plattformen ausbreiten. Um dies zu bewerkstelligen, besitzt jede Plattform entsprechende Updatemechanismen. Diese unterscheiden sich sich grundsätzlich – so auch bei der Windows und Mac Variante.

Microsoft Office für Windows hält zwei verschiedene Wege für die Installation und Updates parat. Zum einen existiert der Weg über die MSI-basierte Installation. Diese stellte bis Office 2010 die gängige Methode zur Installation von Office dar. Auf diesem Weg werden die Office Updates über Windows Updates eingespielt – also ganz klassisch.
Seit Office 2013 gibt es mit Click-to-Run (Klick-und-Los) eine neue standardmäßige Variante. Hierbei wird die Office Installation auf den Computer gestreamt, sodass die Anwendungen bereits während der Installation genutzt werden können. Dabei wird die Office Installation über App-V virtualisiert und die einzelnen Office Anwendungen in verschiedene Module aufgeteilt. Die Office Updates werden hier über einen eigenen Mechanismus direkt aus Office heraus vorgenommen. Dadurch, dass nur veränderte Module einer Anwendung ausgetauscht werden müssen, ist ein Update in der Click-to-Run Variante deutlich schneller als über die MSI-basierte Installation via Windows Update.

Microsoft Office für Mac nutzt mit Microsoft AutoUpdate (MAU) einen eigenen Mechanismus für Updates. Die Updategröße richtet sich dabei nach dem Alter der zu aktualisierenden Office-Instanz. Liegt diese schon einige Versionen zurück, kommt ein Komplettupgrade zum Tragen, das vom Umfang einer Neuinstallation gleicht. Liegt die Office-Instanz eine oder mehrere, aber noch nicht deutlich mehr Versionen zurück, kann auf Delta-Updates zurückgegriffen werden. Diese enthalten nur die Änderungen für einige wenige zurückliegende Versionen. Sie fällt im Vergleich zum Komplettupgrade deutlich kleiner aus und spart etwa 77 Prozent der Größe ein. Mit der nächsten Microsoft AutoUpdate Version (MAU 4.0, noch nicht veröffentlicht) werden zudem Ultrathin Updates (Binary-based Updates) Einzug halten. Diese sparen nochmals deutlich an Umfang ein: der Unterschied zu einem Delta Update beträgt in einem Beispiel mehr als 90% – sie dürften aber vermutlich nur von der letzten Version aus möglich sein. Wer also öfter aktualisiert, profitiert von kleineren Updategrößen – bislang und auch künftig.

Bleibt festzustellen, dass trotz der gemeinsamen Codebasis weiterhin unterschiedliche Updatemechanismen zum Tragen kommen, die jeweilige Plattformeigenheiten berücksichtigen.

Winfsp & sshfs-win als Dokan & win-sshfs Ersatz

Es existieren verschiedene Möglichkeiten, externe Linux Netzwerklaufwerke unter Windows einzubinden. Zuhause im LAN hat sich Samba, das auf SMB/CIFS setzt, bewährt. Auch über LAN-Grenzen hinweg lässt sich Samba nutzen, allerdings möchte ich Samba ungerne auf einer dedizierten Maschine – die für andere Dienste genutzt wird – rein für diesen Zweck betreiben. Aus diesem Grund habe ich in der Vergangenheit nach passenden Tools gesucht, die eine Einbindung über das SSHFS erlauben. Neben einigen kostenpflichtigen Lösungen (Mountain Duck, ExpanDrive, NetDrive, u.a.) bin ich damals auch auf Dokan und win-sshfs gestoßen. Die Dokan Library stellt dabei den Unterbau bereit, der die Einbindung von virtuellen Dateisystemen unter Windows ermöglicht. Über win-sshfs lässt sich dann das SSHFS über eine GUI einbinden. Beide Tools sind Open Source und auf GitHub zuhause. Dokan wird sehr aktiv weiterentwickelt, dies trifft auf win-sshfs leider – trotz Forks – nicht mehr zu. Die aktuelle Version ist dabei leider nicht mehr mit Dokan kompatibel, auch ein Workaround aus dem Issue Tracker hat bei mir keine Abhilfe gebracht. Also ging die Tage die Suche erneut los. Neben einem Blick auf die kommerziellen Lösungen bin ich durch Zufall auch auf ein noch relativ neues Projekt gestoßen: Winfsp. Winfsp ist dabei quasi das Äquivalent zu Dokan, zur Einbindung des SSHFS existiert mit sshfs-win eine Zusatzlösung vom gleichen Autor. Auch diese beiden Tools sind Open Source. Die Einbindung eines SSHFS nach der Installation beider Tools geschiet direkt über die gewohnte „Netzwerklaufwerk verbinden“ Oberfläche im Windows Explorer. Lediglich der Pfad sieht etwas anders aus:

\\sshfs\<benutzer>@<server>!<port>\\<pfad>
z,B, \\sshfs\root@example.local!22\\/var/www

Momentan werden SSH Keys zur Authentifizierung noch nicht nativ unterstützt, über Umwege scheint dies aber möglich zu sein.
Genauere Erfahrungswerte zu Winfsp/sshfs-win kann ich abschließend ich noch nicht mitteilen, allerdings laufen erste Tests unter Windows 10 x64 1709 bislang vielversprechend.